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Sie können Ihre Produktion automatisieren. Aber sollten Sie das auch tun?

Hersteller stehen oft vor derselben Herausforderung: Die Produktionsqualität und das Produktionsvolumen müssen gesteigert, die Kosten hingegen gesenkt werden. Ineffizienzen in den Produktionsprozessen stehen diesem Ziel im Weg. Hier beginnt die Suche nach einer Lösung.

Man könnte leicht annehmen, dass Automatisierung alle Probleme löst: Man setzt einfach genügend Roboter und Cobots ein, vernetzt die Systeme, damit sie zusammenarbeiten, und schon ist die Ineffizienz beseitigt.

Das glauben wir nicht. Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist eine der Möglichkeiten, wie Menschen und Maschinen zusammenarbeiten können. Entscheidend ist, zu ermitteln, wer oder was an welcher Stelle den größten Mehrwert schafft.

Investieren Sie in die richtigen Optimierungen

Hersteller sind bereit, massiv in Automatisierung zu investieren, oft getrieben von einem konkreten Problem. Die „Smart Manufacturing“-Studie von Deloitte (Mai 2025, 600 Führungskräfte) ergab, dass 46 % Schwierigkeiten haben, Stellen in der Produktion und im operativen Bereich zu besetzen. Automatisierung wird dann schnell als direkte Lösung für diesen Arbeitskräftemangel angesehen. „Wenn keine Mitarbeiter verfügbar sind, gleichen wir das einfach durch Automatisierung aus.“ Das ist verständlich, aber nicht immer der beste Weg.

Bevor Sie entscheiden, was automatisiert werden soll, müssen Sie zunächst wissen, wo die Engpässe in Ihren Prozessen liegen und welche Kosten diese verursachen. Wo gibt es Verschwendung, wo liegen Ineffizienzen, und welche davon beeinträchtigen Ihre Produktivität, Qualität oder Flexibilität am stärksten? Wo schafft Automatisierung den größten Mehrwert? Oder können Sie stattdessen die Mitarbeiter so unterstützen, dass sie ihre Arbeit besser erledigen können?

Diese Analyse, kombiniert mit Ihren Zukunftsplänen und Anforderungen, bestimmt, welche Kombination von Lösungen kurz- und langfristig das beste Ergebnis liefert.

Mensch und Technologie sind nicht einfach nur die Summe beider Teile

Unsere eigenen Projekte zeigen, was das in der Praxis bewirkt: Unternehmen, die sich auf die Maximierung der Produktivität konzentrieren, erzielen im Durchschnitt bis zu 27 % mehr Produktivität. Nicht, weil die Technologie intelligenter oder besser ist, sondern weil Menschen und Maschinen jeweils die Aufgaben übernehmen, die sie am besten beherrschen.

Man denke an Arbeitsplätze und Fertigungslinien, die auf Ergonomie, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit ausgelegt sind und durch intuitive Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie Werkzeuge zur Aufgabenunterstützung ergänzt werden. Automatisierung wird dort eingesetzt, wo sie nachweislich einen höheren Mehrwert schafft als die Arbeit, die ein Mensch bereits gut erledigt. Auf diese Weise stärken sich Mensch und Technologie gegenseitig, anstatt dass das eine das andere ersetzt.

Ergebnisse aus der Praxis

Diesen Prozess gemeinsam mit einem Partner zu durchlaufen, der beraten und mitdenken kann, macht den Unterschied. Advantech stellte bei der Neugestaltung seiner Montagelinie auf Basis von „Low-Cost Intelligent Automation“ (LCIA) fest: eine Effizienzsteigerung von 10 bis 20 %, in Ausnahmefällen sogar bis zum Sechsfachen, und die Mitarbeiter berichteten selbst von weniger Stress und körperlicher Belastung.

Mein Rat

Wenn Sie loslegen möchten: Greifen Sie nicht gleich zur Automatisierung als Lösung, sondern schauen Sie sich zunächst an, wie Ihre Prozesse aufgebaut sind. Wo liegen die Hindernisse? Analysieren Sie das zunächst und finden dann heraus, welche Lösung am besten passt. Diese Antwort entscheidet darüber, wo Automatisierung einen Mehrwert bringt und wo sie lediglich Kosten verursacht.

Über den Autor

Leon van Veghel

Director Operations

Ich bin Leon van Veghel, Leiter des Projektbüros und des operativen Geschäfts bei Etteplan. Bei Etteplan Engineering Solutions Netherlands verbinden unsere Ingenieure und Unternehmensberater mehr als 40 Jahre Erfahrung in den Bereichen Feinmechanik und Mechatronik mit Technologien aus den Bereichen Robotik, Software und Big Data. Ein roter Faden zieht sich durch meine gesamte berufliche Laufbahn: die Optimierung von Produktionsanlagen und Fertigungslinien durch Engineering, industrielle Automatisierung und Lean-Prozesse. In den letzten Jahren habe ich dieses Wissen bei Etteplan eingesetzt, um Kunden bei der Lösung ihrer Herausforderungen im Bereich Produktionslösungen zu unterstützen. Interessieren Sie sich für Produktionslösungen? Folgen Sie mir auf LinkedIn oder kontaktieren Sie mich für ein informatives Gespräch über Ihre Situation, wenn Sie mehr erfahren möchten.

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